Sehr geehrte Damen und Herren,
ohne ehrenamtliches Engagement geht in vielen gesellschaftlichen Bereichen in unserem Land kaum etwas: weder in der Kultur noch im Sport, genauso in der Rechtspflege, beim Gesundheitsdienst, beim Katastrophenschutz und Rettungswesen, im öffentlichen Dienst oder im kirchlichen Bereich.
„Bürgerschaftliches Engagement ist eine unverzichtbare Bedingung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, so die Feststellung des Deutschen Bundestages. Dieser Grundüberzeugung folgte eine Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“, deren Mitglied ich sein durfte. Die Kommission hatte den Auftrag, konkrete politische Strategien und Maßnahmen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland zu erarbeiten.
Auf Basis der Enquete-Empfehlungen hat der Deutsche Bundestag im Juli dieses Jahres mit dem „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ die rechtlichen Rahmenbedingungen für alle ehrenamtlich Engagierten deutlich verbessert. Das neue Gesetz sorgt für Entlastungen von bürokratischem Aufwand und schafft finanzielle Anreize für mehr als 23 Millionen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern. Neben vielen anderen Verbesserungen wurde eine Aufwandspauschale eingeführt und der Übungsleiterfreibetrag erhöht.
Die Politik kann zwar die Rahmenbedingungen für eine bessere Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit gestalten. Ab einem bestimmten Punkt sind dem Staat aber Grenzen gesetzt. Denn Bürgerschaftliches Engagement bedeutet in erster Linie vom Bürger für den Bürger.
Daher freut es mich sehr, dass ich heute die Aktion „Ehrenamtscard“ der Arbeitsgemeinschaft Deutschland (AGD) in meinem Wahlkreis begrüßen darf. Die Arbeitsgemeinschaft Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Dabei werden ungewöhnliche und unterstützungswürdige Wege beschritten. Bei der Ehrenamtscard handelt es sich um eines dieser außergewöhnlichen Projekte.
Die Arbeitsgemeinschaft hat erkannt, dass der Staat nur beschränkt die Arbeit der Ehrenamtlichen würdigen kann. Deshalb wurde von der AGD die Ehrenamtscard ins Leben gerufen. Ehrenamtlich Tätige erhalten auf Wunsch diese Karte und erfahren damit eine zusätzliche Anerkennung ihres Bürgersinns. Bereits heute profitieren die Inhaber dieser Karte von Vergünstigungen in über 1000 Unternehmen.
Ich will an dieser Stelle die Unternehmen des Wahlkreises ansprechen und werbe für eine Beteiligung an dieser unterstützungswürdigen Aktion. Gleichzeitig will ich die ehrenamtlich Tätigen für die Ehrenamtscard begeistern und wünsche der Aktion der Arbeitsgemeinschaft Deutschland viel Erfolg.
Ilse Aigner